Bitcoins in Finnland werden Reguliert

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Finnland hat ein neues Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungsdiensten verabschiedet, nachdem der Präsident des Landes den Gesetzentwurf unterzeichnet hat, der im März vom finnischen Parlament verabschiedet wurde. Dies ist das erste Mal, dass ein solches Gesetz in dem Land umgesetzt wird. Nach dem neuen Gesetz wären alle Börsen verpflichtet, sich bei der Finanzaufsichtsbehörde des Landes anzumelden und sich an deren Satzung zu halten.

Das Gesetz verleiht der finnischen Finanzaufsichtsbehörde (Fin-FSA) nicht nur Befugnisse bei der Börsenzulassung, sondern auch beim Krypto-Handel mit Bitcoin Era. Der finnische Finanzminister kündigte in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung die Unterzeichnung des Gesetzes durch den Präsidenten an:

In Zukunft dürfen nur noch virtuelle Währungsanbieter, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, ihre Aktivitäten in Finnland ausüben. Anbieter virtueller Währungen, die die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen, dürfen ihre Geschäftstätigkeit nicht fortsetzen, was mit einer bedingten Geldstrafe belegt wird.

Bitcoin

Das Gesetz betrifft Börsen und Unternehmen, die Kryptowährungen anbieten. Das Gesetz tritt am 1. Mai 2019 in Kraft. Das Gesetz sieht auch eine Übergangsfrist für die bereits in Finnland tätigen Unternehmen vor. Alle Krypto-Börsen, die vor diesem Datum in Finnland tätig waren, können ihren Betrieb ohne Registrierung bis zum 1. November fortsetzen, woraufhin sie operativ illegal werden würden. Die Fin-FSA wird auch eine Sitzung abhalten, um bestehende Unternehmen über das neue Gesetz am 15. Mai bei der Bank von Finnland zu informieren.

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Das Gesetz wurde inmitten des schwindenden Vertrauens der Regierung in die Sicherheit von Kryptos durchgesetzt, wie sie weltweit für die Geldwäsche verwendet wurden. Die finnische Regierung hält an den neuen Änderungen der EU zum Geldwäschegesetz fest. Die Änderungen sind am 30. Mai 2018 durch das Europäische Parlament in Kraft getreten. Zu den Änderungen gehört unter anderem der Plan der EU, die Geldwäsche durch Kryptowährungen zu stoppen. Deshalb werden die Mitgliedsstaaten nun ermutigt, strengere Krypto-Vorschriften zu schaffen. Obwohl die Überwachung der Kryptowährungen auf EU-Ebene erfolgt, müssen sich die Börsen in jedem Land, in dem sie arbeiten wollen, registrieren. Das neue Gesetz der EU sieht vor:

Alle EU-Mitgliedstaaten müssen bis zum 10. Januar 2020 Dienstleistungen im Zusammenhang mit virtuellen Währungen in den Geltungsbereich der AML/CFT-Gesetzgebung aufnehmen.

Eine lokale BTC-Handelsplattform mit Sitz in Helsinki kündigte im März an, dass das Unternehmen weitere Verifizierungsprozesse einführt, um die Anforderungen an Know Your Customers (KYC) und Anti Money Laundering (AML) zu verbessern. Der Blog-Post des Unternehmens schlug auch vor, dass das Unternehmen nun von der Fin-FSA beaufsichtigt wird. Die neue Richtlinie des Unternehmens würde ihm helfen, viele gefälschte Konten auf seiner Plattform zu bekämpfen. Die verstärkte Überprüfung würde die KYC- und AML-Richtlinien für das Unternehmen verschärfen, wie von der EU vorgeschlagen. In ihrem Blog-Post, so das Unternehmen:

„Wie von vielen Anwendern gewünscht, entwickeln wir derzeit auch einen effizienteren und zuverlässigeren Prozess zur Identitätsprüfung. Mit dem neuen ID-Verifizierungssystem werden vier individuelle Kontoebenen pro Handels- und BTC-Transaktionsvolumen eingeführt, die die Vertrauenswürdigkeit erhöhen und das Benutzerprofil differenzieren sollen“.